Um das Prädikat Luftkurort tragen zu dürfen, muss sich die Stadt Alpirsbach einer regelmäßigen Prüfung unterziehen, bei der die bioklimatischen und lufthygienischen Verhältnisse bewertet werden.
Die Prädikatisierung richtet sich dabei nach den Vorgaben des Kurortegesetz von Baden-Württemberg sowie den Bestimmungen des Deutschen Heilbäderverbandes und des Deutschen Tourismusverbandes. Diese sollen gewährleisten, dass Kurgäste in Kur- und Erholungsorten bioklimatische und lufthygienische Bedingungen vorfinden, die eine Anwendung des Klimas als natürliches ortsgebundenes Heilmittel ermöglichen.
Bioklimatisch wird zwischen Schon-, Reiz- und Belastungsfaktoren unterschieden. Um die Gesundheit zu fördern können sich Kurgäste und Erholungssuchende in Alpirsbach gezielt stimulierenden Reizen aussetzen und diese so dosieren, dass ihr Immunsystem gestärkt wird. Zu Reizfaktoren zählen winterliche Kälte, Wind, aber auch größere Temperaturschwankungen wie sie ganzjährig im Prädikatisierungsgebiet zu erwarten sind. Die waldreiche Landschaft des Schwarzwaldes bietet zusätzlich gute Voraussetzungen zur Nutzung von Schonklimaaspekten. Hier wirken Wälder im Winter schützend vor Kälte und Wind, im Sommer vor Hitze und zu hohem Strahlungsgenuss. Belastungsfaktoren sind an wenigen Tagen im Sommer auf schattenarmen Wiesenflächen und in einigen innerörtlichen Bereichen durch Wärme, sowie zusätzlich an sonnenexponierten Hanglagen zu erwarten.
Für die Güte der Luft sind alle 10 Jahre Luftqualitätsmessungen durchzuführen, bei denen die Grob- und Feinstaub- sowie Stickstoffdioxidkonzentrationen in der Luft bestimmt werden. Diese obligatorische Messung wird planmäßig ab Februar 2026 vom Deutschen Wetterdienst durchgeführt. Dafür wird ein Jahr lang an zwei Messstandorten die Luftqualität gemessen. Am Wanderparkplatz Glaswiesen wird Grobstaub und Stickstoffdioxid gemessen, am Haus des Gastes wird darüber hinaus noch die Feinstaubkonzentration ermittelt. Bitte wundern Sie sich daher nicht über die Messstellen/ Messgeräte und achten Sie auf ausreichend Abstand zu den Messgeräten.
Ergebnisse werden nach Ende der einjährigen Messkampagne voraussichtlich bis Ende 2027 vorliegen.